Rechtsschutzversicherung für Studenten

Paragraphen und GesetzeDie Rechtsschutzversicherung gehört sicher nicht zu den wichtigsten Versicherungen für Studenten. Bevor Studenten sich um einen Rechtsschutz bemühen sollte sichergestellt sein, dass die wichtigen Policen wie Haftpflicht oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden sind. Sofern das finanzielle Budget noch ausreicht können sich Studenten Gedanken über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung machen. Zu unterschätzen ist die Bedeutung einer Rechtsschutzversicherung auch für Studenten nicht. Zu den Leistungen gehört unter anderem auch die Klage um einen Studienplatz. Dazu sind Streitigkeiten mit dem Nachbarn auch bei kleineren Studentenwohnungen keine Seltenheit und wer als Student einen Nebenjob ausübt, kommt eventuell auch irgendwann in die Situation, dass ein Rechtsanwalt benötigt wird.

Mögliche Konfliktpotenziale bei Studenten im Überblick:

  • Streitigkeiten wegen Prüfungsergebnissen
  • Ablehnung von BAföG
  • Zu Unrecht erhobene Sozialabgaben für eine Nebentätigkeit
  • Probleme mit dem Vermieter
  • Ungerechtfertigte Ablehnung eines Studienplatzes
  • Verkehrsrechtliche Streitigkeiten

Je nach Rechtsstreit belaufen sich die Kosten für Anwalt und Gericht leicht auf mehrere Tausend Euro. Solche Beträge lassen sich nur in den wenigsten Fällen aus dem geringen Studentenbudget bestreiten. Wer dennoch nicht auf sein Recht verzichten möchte, benötigt eine Rechtsschutzversicherung.

Familienrechtsschutz der Eltern prüfen

Bevor Studenten eine eigene Rechtsschutzversicherung abschließen sollte Sie prüfen, ob eventuelle eine Mitversicherung über den Rechtsschutz der Eltern besteht. In den meisten Policen sind auch volljährige Kinder mitversichert, solange sie unverheiratet sind und sich noch im Erststudium befinden. In älteren Tarifen gilt zumeist noch eine Altersbegrenzung von 27 Jahren.

Dazu sollten Studenten einen genauen Blick auf die versicherten Leistungen werfen. Oftmals bedenken Eltern beim Abschluss der Police nicht, welche Leistungen die Kinder während eines Studiums benötigen.

Versicherungsschutz individuell zusammenstellen

Rechtsschutzversicherungen bieten den Vorteil, dass sich der Leistungsumfang anhand verschiedener Bausteine optimal nach dem jeweiligen Bedarf zusammenstellen lässt. Die Basis ist dabei der Privatrechtsschutz, welcher die meisten Streitigkeiten aus dem privaten Bereich abdeckt. Für Studenten wichtig ist unter anderem ein umfassender Verwaltungsrechtsschutz. Dieser springt bei Rechtsstreitigkeiten rund um das Studium ein. Hierzu gehören unter anderem Streitigkeiten wegen BAföG, Studiengebühren oder Prüfungsergebnissen. Voraussetzung hierfür es handelt sich um eine öffentliche Schule. Damit auch der Rechtsstreit mit einer Privatschule übernommen wird, benötigen Studenten einen entsprechenden Vertragsrechtsschutz.

Wer nebenberuflich arbeitet, sollte zudem über einen Arbeitsrechtsschutz verfügen. Dieser springt bei Streitigkeiten aus studentischen Arbeitsverhältnissen und Praktika beispielsweise wegen Entgelt, Kündigung oder Zeugniserteilung ein.

Des Weiteren bieten die Assekuranzen bei ihren Policen noch einen Immobilien- oder Verkehrsrechtsschutz an. Studenten, die noch zuhause wohnen können auf einen Mietrechtsschutz getrost verzichten und dadurch Kosten einsparen. Ein Verkehrsrechtsschutz ist sowohl für Studenten mit Auto wie auch Fahrrad sinnvoll. Auf diese Weise können Schadensersatzansprüche im Verkehrsbereich wie Arztkosten, Schmerzensgeld oder Reparaturkosten gerichtlich geltend gemacht werden.

Rechtsschutzversicherung bei Auslandsaufenthalten

Studenten verreisen gerne oder absolvieren einen Teil des Studiums im Ausland. Deshalb sollte bereits beim Abschluss darauf geachtet werden, in welchen Ländern ein Versicherungsschutz besteht. Die meisten Tarife gelten zwar auch im Ausland, jedoch ist die Aufenthaltsdauer oftmals auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt. Zudem gilt in den meisten Fällen eine geringere Deckung, welche je nach Land unterschiedlich ausfallen kann. Spezielle Rechtsschutzversicherungen für Studenten beinhalten oftmals einen Reise-Rechtsschutz für Auslandsaufenthalte von bis zu einem Jahr.

Prozesskostenbeihilfe für Studenten

Studenten haben aufgrund ihres geringen Einkommens zumeist Anspruch auf eine staatliche Beratungs- und Prozesskostenbeihilfe. Einen kompletten Ersatz für die Rechtsschutzversicherung ist diese jedoch nicht. Denn im Falle eines Rechtsstreits werden lediglich die Kosten des eigenen Anwalts übernommen. Geht der Prozess verloren müssen die Aufwendungen für gegnerische Anwälte vom Studenten aus eigener Tasche bezahlt werden. Sollten sich die finanziellen Verhältnisse verbessern kann das Gericht noch vier Jahre später eine Rückzahlung der Beihilfe verlangen.

Rechtsschutzversicherung für Studenten deutlich günstiger

Speziell auf den Bedarf von Studenten zugeschnittene Rechtsschutzversicherungen gibt es schon ab einer monatlichen Prämie zwischen 7 und 10 Euro. Dazu gilt im Vergleich zu klassischen Policen zumeist ein geringerer Selbstbehalt. Ein weiterer Vorteil ist die zumeist unbegrenzte Gültigkeit innerhalb Europas sowie der weltweite Versicherungsschutz von einem Jahr. Welche Leistungen genau angeboten werden, hängt natürlich immer vom jeweiligen Tarif ab. Ein genauer Vergleich ist deshalb unabdingbar.

Beiträge sparen bei der Rechtsschutzversicherung

Studenten, die beim Vertragsabschluss auf bestimmte Punkte achten, können bei der Prämie noch zusätzlich sparen. Ein wichtiges Kriterium für den Beitrag ist die Höhe der Selbstbeteiligung. Bei Studententarifen beträgt diese in der Regel 50 Euro pro Versicherungsfall. Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, einen höheren Selbstbehalt zu vereinbaren. Als Student sollte jedoch bedacht werden, dass aufgrund des begrenzten Budgets bereits eine kleinere Selbstbeteiligung zu finanziellen Problemen führen kann.

Sparen lässt sich zudem bei der Vertragslaufzeit. Je länger diese ausfällt, desto günstiger ist der Beitrag. Angeboten werden in der Regel Verträge mit Laufzeiten von 1, 3 oder 5 Jahren. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass ein Wechsel oder eine Kündigung vor Ende der Mindestlaufzeit nicht möglich ist.

Gezahlt werden die Beiträge je nach Wunsch monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich. Sofern dies finanziell möglich ist, sollten Studenten sich für eine jährliche Zahlweise entscheiden. Dies bringt gegenüber monatlichen Zahlungen einen Rabatt von etwa 5 Prozent.

Schutz nicht nur vor Gericht

Eine gute Rechtsschutzversicherung für Studenten hilft nicht nur vor Gericht. So werden beispielsweise auch die Kosten für den Anwalt übernommen, wenn dieser beispielsweise Einspruch gegen einen abgelehnten BAföG Antrag einlegt. Dazu übernehmen viele Versicherer mittlerweile auch die Kosten für eine Mediation. Der Mediator ist eine neutrale Person und hilft unter anderem dabei, eine Streitigkeit mit der Hochschule außergerichtlich beizulegen. Wer einen Mediator in Anspruch nimmt, muss ohne Rechtsschutzversicherung mit Kosten von 200 Euro und mehr pro Stunde rechnen. Unterschiede gibt es bei der Frage ob der Mediator frei gewählt oder vom Versicherer vorgegeben wird.

Wer bietet eine Rechtsschutzversicherung für Studenten an?

D.A.S ist der größte Rechtsschutzversicherer Europas und bietet für Studenten eine Rechtsschutzversicherung für rund 10 Euro monatlich an. Darin enthalten sind unter anderem folgende Leistungen:

  • Arbeitsrechtsschutz
  • Sozialrechtsschutz
  • Verkehrsrechtsschutz
  • Vertragsrechtsschutz
  • Verwaltungsrechtsschutz im Studium
  • Verwaltungsrechtsschutz in Verkehrsangelegenheiten
  • Weltweiter Reise-Rechtsschutz

Auf Wunsch kann optional noch ein Immobilienrechtsschutz abgeschlossen werden. Ein Tipp für alle Studenten, die Mitglied bei allmaxx sind: Der D.A.S. Studenten-Rechtsschutz ist für Allmaxx-Mitglieder noch einmal knapp 5 Prozent günstiger!


Bilder: © stockWERK – fotolia.com

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