Strompreisvergleich

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 1.000 Stromanbieter mit mehreren Tausend Tarifen. Zwar bieten nicht alle Versorger ihre Leistungen bundesweit an, dennoch ist es für Verbraucher schwierig, bei diesem großen Angebot den Überblick zu behalten. Hilfe bietet hierbei ein Strompreisvergleich mit einem Stromrechner. Wenige Angaben reichen aus, um die günstigsten Tarife für den eigenen Wohnort zu ermitteln. Durch einen solchen Vergleich lassen sich mitunter mehrere Hundert Euro pro Jahr sparen.

Welche Daten werden für einen Strompreisvergleich benötigt?

Um die aktuellen Strompreise zu vergleichen, sind lediglich zwei Angaben erforderlich. Zum einen wird der jährliche Stromverbrauch eingegeben. Die verbrauchten Kilowattstunden können einfach aus der letzten Jahresabrechnung entnommen werden. Sofern diese nicht vorliegt, können für einen groben Vergleich auch die folgenden Durchschnittswerte genutzt werden.

  • 1 Person 1.600 kWh
  • 2 Personen 2.400 kWh
  • 3 Personen 3.200 kWh
  • 4 Personen 4.000 kWh
  • 5 Personen 4.500 kWh

Als zweiter Wert wird noch die Postleitzahl des Wohnorts eingegeben. Auf diese Weise werden Stromanbieter ausgeschlossen, welche in der jeweiligen Region nicht verfügbar sind. Nachfolgend finden Sie einen Strompreisrechner von unserem Partner Check24.de und können bequem Ihre jährliche Ersparnis berechnen:

Entstehen bei einem Vergleich Kosten?

Der Strompreisvergleich ist bei allen Online Portalen und bei uns auf tarifini.de kostenlos möglich. In den meisten Fällen kann der Anbieter anschließend direkt gewechselt werden. Sobald ein Vertrag geschlossen wird, erhält das vermittelnde Portal eine entsprechende Provision. Für einen möglichst unabhängigen Vergleich ist es ratsam, mehrere Stromrechner zu nutzen. Es kommt immer wieder vor, dass es hierbei zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt.

Die Stiftung Warentest hat 2013 einen Test von zehn Vergleichsseiten durchgeführt. Dabei wurde kein Portal mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet. Bemängelt wurde insbesondere, dass auf den vorderen Plätzen oftmals Tarife mit unfairen Bedingungen gelistet werden. Wer beim Vergleich auf einige Punkte achtet, findet damit jedoch durchaus einen günstigen und fairen Tarif.

Voreingestellte Boni beim Strompreisvergleich

Ein Problem bei vielen Portalen ist, dass in den angezeigten Preisen bereits automatisch ein Wechselbonus berücksichtigt wird. Verbraucherschützer kritisieren diese Praxis, da dies einen unabhängigen Vergleich erschwert. Durch einen solchen Bonus reduziert sich der Preis im ersten Jahr. Wie hoch die Kosten im Folgejahr sind, ist jedoch unklar. Zudem gelten für den Wechselbonus unterschiedliche Bedingungen. In den meisten Fällen wird der Bonus erst zum Ende der Laufzeit ausgezahlt. Bei einigen Anbietern gibt es diesen zudem nur für eine Vertragsverlängerung. Ein Bonus ist zwar grundsätzlich nicht schlechtes, sollte jedoch nicht das erste Kriterium für einen Wechsel des Stromanbieters sein.

Wodurch zeichnet sich ein fairer Tarif aus?

Zu einem guten und fairen Stromtarif gehören fünf wichtige Faktoren. Hierzu gehört zunächst eine monatliche Zahlungsweise. Kunden zahlen je nach Verbrauch einen Abschlag, welcher anschließend mit der Jahresabrechnung verrechnet wird. Von Vorteil ist zudem eine Preisgarantie von mindestens 12 Monaten. Diese schützt Verbraucher während der Vertragslaufzeit vor einer Preiserhöhung.

Die Vertragslaufzeit sollte möglichst kurz gewählt werden. Je kürzer die Laufzeit, desto eher ist ein erneuter Wechsel zu einem günstigeren Anbieter möglich. Die Kündigungsfrist zum Ende der ersten Laufzeit sollte maximal sechs Wochen betragen. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit empfiehlt sich eine automatische Verlängerung von nicht mehr als vier Wochen. So bleiben Stromkunden anschließend jederzeit flexibel.

Vorsicht bei besonders günstigem Strom?

Besonders günstige Angebote besitzen oftmals einige Haken. Dies gilt insbesondere bei Tarifen mit Vorauskasse, Kaution oder Strompaketen. Bei Letzteren kaufen Kunden eine feste Zahl von Kilowattstunden ein. Fällt der Verbrauch höher als geplant aus, wird für die mehr verbrauchten Kilowattstunden ein deutlich höherer Preis berechnet. Sofern weniger verbraucht wird, gibt es keine Erstattung.

Tarife mit Vorauskasse beinhalten ebenfalls ein hohes Risiko. Sollte der Stromanbieter insolvent werden, sind die bereits gezahlten Gelder in aller Regel verloren. Ähnlich verhält es sich auch bei einer Kaution. Hier zahlt der Kunde bei Vertragsschluss eine größere Summe, welche dann zum Ende der Laufzeit verrechnet wird. Auch hier gibt es Probleme, falls der Stromanbieter zwischenzeitlich Insolvenz anmeldet.

Welche Art von Strom ist gewünscht?

Falls der Kunde Wert auf Ökostrom liegt, kann dies im Stromrechner ebenfalls angegeben werden. Dabei besteht unter anderem die Auswahl zwischen rein aus Wasserkraft gewonnenem Strom oder einer Kombination aus Wind und Wasserkraft. Doch Vorsicht: Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom. Einige Anbieter verwenden auch fossile Brennstoffe und verzichten lediglich auf Atomstrom. Deshalb sollte beim Vergleich genau überprüft werden woraus der Strom gewonnen wird. Hilfe bieten hierbei Siegel wie das Ok-Power und Grüner Strom Label. Diese bestätigen zudem, dass ein gewisser Teil der Einnahmen in den Ausbau von erneuerbaren Energien investiert wird.

Weitere Informationen zum Thema Strom finden Sie auch auf unserem Portal billigster-stromanbieter.org