Haftpflichtversicherung – Wichtiger Schutz für wenig Geld

Für Autofahrer ist eine KFZ Haftpflichtversicherung längst Pflicht. Anders sieht es im privaten Bereich aus: Die Haftpflichtversicherung ist für Verbraucher freiwillig. Wer anderen Personen einen Schaden zufügt, muss ohne Haftpflichtversicherung mit seinem eigenen Vermögen für die Folgen aufkommen. Das kann schon bei einem kleinen Versehen teuer werden.

Von Experten empfohlen:
Verbraucherschützer sind sich einig: Die Haftpflichtversicherung leistet viel und kostet wenig.

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Doch längst nicht alle Bürger sind dem Rat von Stiftung Warentest und Co. gefolgt: Laut Ökotest haben mehr als 12 Millionen Deutsche keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Nach Angaben des Magazins sind außerdem viele Personen schlecht abgesichert, ohne es zu wissen. Ökotest beziffert die Anzahl der unzureichend oder gar nicht geschützten Verbraucher auf 15 Millionen Haushalte.

Haftpflichtversicherung warum abschließen?

Verbraucherschützer und Versicherungsvertreter vertreten normalerweise selten eine Meinung – doch bei der Haftpflichtversicherung sind ihre Einschätzungen identisch. Hier eine kleine Auswahl an relevanten Stimmen aus dem Umfeld der Verbraucherschützer:

Eine Privathaftpflichtversicherung brauchen Sie unbedingt…

Stiftung Warentest

Es geht um Millionen von Euro, um Schäden, die für jeden den Ruin bedeuten…

Ökotest 12/2015

Die Privathaftpflichtversicherung ist ein absolutes Muss für jeden…

Bund der Versicherten

Ohne Versicherungsschutz können nach Ansicht der Experten im Alltag schnell Schäden entstehen, die nicht zwangsläufig immer glimpflich enden. Auch bei einem Rotweinfleck auf dem Sofa des Nachbarn kann die Police bereits nützlich sein. Wirklich existenziell ist die Haftpflichtversicherung aber vor allem in solchen Fällen:

  • wenn durch eine Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr andere Verkehrsteilnehmer verletzt werden
  • wenn bei einem Besuch in einem anderen Haus ein teurer Gegenstand des Gastgebers zerstört wird
  • wenn sich ein Brand in der Wohnung auch auf die Zimmer des Nachbarn überträgt

In solchen Fällen müssen Verbraucher mit ihrem eigenen Vermögen geradestehen – dazu zählen neben dem Ersparten und künftigen Gehältern auch Haus und Grund. Auch spätere Einnahmen, zum Beispiel durch eine Erbschaft, müssen dann aufgebraucht werden. Kleine Versehen können also langfristige Folgen haben, die ohne fremde Hilfe kaum zu stemmen sind. Deshalb zählt die Haftpflichtversicherungen zu den wichtigsten Versicherungen für Privatleute.

Leistungen der Haftpflichtversicherungen im Überblick

Die Haftpflichtversicherung kommt definitionsgemäß für fremde Vermögens-, Sach- und Personenschäden auf. Welche Leistungen im Einzelnen versichert sind, listet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf:

Die Haftpflichtversicherung leistet nicht nur für die Bergung von verletzten Personen auf, sondern übernimmt auch anschließend die Behandlungskosten. Außerdem sieht sie einen Lohnausgleich vor, falls der Geschädigte vorübergehend nicht arbeiten kann. Längerfristige Schäden kompensiert die Haftpflichtversicherung durch ein Schmerzensgeld oder eine Rentenzahlung auf Lebenszeit.

Für beschädigte Gegenstände sind Zahlungen für die Reparatur vorgesehen. Ist eine Sache in einem zu schlechten Zustand, stellt die Versicherung Geld zur Wiederbeschaffung zur Verfügung.

Reine Vermögensschäden sind ebenfalls über die Haftpflichtversicherung abgesichert. So werden die finanziellen Verluste, die durch einen defekten Gegenstandes entstehen, kompensiert.

Ein weiterer Bestandteil der Haftpflichtversicherung ist ein passiver Rechtsschutz. Wenn Kunden mit unberechtigten Schadenersatzansprüchen konfrontiert werden, steht der Versicherer zur Seite. Das Unternehmen kommt für die Kosten des Prozesses auf – allerdings nur, wenn es der Ansicht ist, dass die Gegenseite nicht im Recht ist.

Achtung:
Wenn einer dieser Schäden eintritt, sollten Kunden nach einer Empfehlung der Verbraucherzentrale nicht voreilig handeln. Zwar muss der Vorfall binnen einer Woche gemeldet werden, eine zu große Initiative kann aber auch hinderlich sein: Wer den Schaden gleich ersetzt, kann die Leistung aus der Haftpflichtversicherung möglicherweise gar nicht beanspruchen.

Bei Haftpflichtversicherungen haben Kunden die Wahl zwischen einer Police für Alleinstehende und Familien. Somit lassen sich auch mehrere, nahestehende Personen über eine gemeinsame Haftpflichtversicherung absichern. Eine Familienversicherung ist vor dem Hintergrund des allseits bekannten Aufsichtsgebots „Eltern haften für ihre Kinder“ auch sinnvoll. Unverheiratete und volljährige Kinder können solange in der gemeinsamen Versicherung verweilen, wie ihr Studium oder ihre Ausbildung andauert. Studenten müssen sich laut Bund der Versicherten nur bei der Allianz separat absichern. Die Familienversicherung endet für Kinder spätestens mit dem 25. Lebensjahr. Ein Leben lang kann hingegen der Partner beziehungsweise die Partnerin in der Familienversicherung bleiben.

Wann die Haftpflichtversicherung nicht zahlt

Die Haftpflichtversicherer schränken den Schutz jedoch ein. So sind bewegliche Sachen, die nur gemietet, geliehen oder gepachtet sind, nicht durch die Police gedeckt. Auch vorsätzliche Taten werden – wie in jeder anderen Versicherung auch – aus den Leistungen ausgeschlossen.

Tiere sind durch die private Haftpflichtversicherung nur in sehr begrenztem Umfang abgesichert. Für Hunde und andere Haustiere werden spezielle Tierhalter-Haftpflichtversicherungen angeboten, auf die in Deutschland immer mehr Tierfreunde zurückgreifen.

Für den eigenen beruflichen Bereich bietet die private Haftpflichtversicherung ebenfalls keinen ausreichenden Schutz. Deshalb gibt es für Selbstständige, aber auch Arbeitnehmer die Möglichkeit, eine Berufs-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sie leistet für Schäden, die im Zusammenhang mit der Arbeit entstehen.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Für Schäden am eigenen Eigentum ist die Haftpflichtversicherung ebenfalls nicht zuständig. Bewegliche Dinge wie Sofas oder Fernseher können über die Hausratversicherung abgesichert werden. Feste Gegenstände wie Türen oder das Mauerwerk müssen über eine Wohngebäudeversicherung versichert werden.

Leistungen der Haftpflichtversicherung im Detail

Neben diesen allgemeinen Grundsätzen legt jede Haftpflichtversicherung ihre eigenen Versicherungsbedingungen fest. Ob es sich um einen sehr guten, guten oder ausreichenden Schutz handelt, entscheidet sich im Kleingedruckten. Große Unterschiede zwischen den Haftpflichtversicherern gibt es auch bei der Preisgestaltung. Verbraucherschützer halten es deshalb für sinnvoll, stets zwischen mehreren Anbietern zu vergleichen.

Laien haben erfahrungsgemäß Schwierigkeiten, einen guten Vertrag zu erkennen. Deshalb folgt nun eine Checkliste mit den wichtigsten Bedingungen für eine gute Haftpflichtversicherung. Es wird aber kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben – stattdessen ist die Checkliste als erste Orientierung gedacht. Am besten lässt sich allen Stolperfallen durch eine persönliche Beratung aus dem Weg gehen.

  • Versicherungssumme: Das größte Manko von sehr lang bestehenden Haftpflichtversicherungen ist die niedrige Versicherungssumme. Laut Ökotest müssen viele Altverträge aufgerüstet werden, ansonsten müssen Schäden oberhalb der Versicherungssumme durch den Kunden übernommen werden. Das Magazin empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro, die auch für Neuverträge zu empfehlen ist. Die Verbraucherzentrale hält 3 Millionen Euro für die absolute Untergrenze. Bei der Versicherungssumme gilt: Je höher, desto besser. Sehr gute Police sehen oft Summen von 15 Millionen Euro oder mehr vor.
  • Schutz vor ausfallenden Forderungen: Kunden einer Haftpflichtversicherung können selbstverständlich selbst auch Geschädigte sein. Aber was ist, wenn der Verursacher nicht haftbar gemacht werden kann? Kinder bis zu sieben Jahre gelten nicht als schuldfähig. Haben die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt, besteht normalerweise kein Anspruch auf Schadenersatz. Falls die Gegenseite also nicht zahlen kann oder muss, sollte die eigene Haftpflichtversicherung anstelle des Verursachers für die Kosten aufkommen. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass ausfallende Forderungen oft erst ab 2.500 Euro übernommen werden. Außerdem müssen bereits alle rechtlichen Schritte ausgeschöpft worden sein.
  • Deliktunfähigkeit: Wer selbst Vater oder Mutter ist, sollte einen Familientarif bevorzugen, der auch für „deliktunfähige“ Kinder haftet. Vernachlässigen die Eltern nämlich ihre Aufsichtspflicht, müssen sie ihren Nachwuchs haften.
  • Weltweite Geltung: Viele Versicherer gewähren den Versicherungsschutz im Ausland oftmals nur für einen begrenzten Zeitraum. Außerdem ist der Kunde (und die mitversicherten Personen) nicht immer rund um den Globus abgesichert. Für Auslandssemester von Studenten oder berufliche Aufenthalte ist es wichtig, dass der Schutz der Haftpflichtversicherung im Ausland über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt.
  • Gefälligkeits- und Freundschaftsdienste müssen auf in der Regel auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden mitversichert werden. Im Normalfall gehen die Versicherer zum Nachteil der Verbraucher davon aus, dass Freunde und Bekannte stillschweigend die Haftung ausschließen. So müsste der Versicherer beispielsweise nicht zahlen, wenn eine Kundin bei dem Umzug einer Freundin die Vase fallen lässt und zerstört. Eine Klausel für Gefälligkeits- und Freundschaftsdienste sichert auch in diesem Fall Leistungen zu.
  • Der Verlust von Schlüsseln ist ebenfalls nicht oder nur in begrenztem Umfang in der Haftpflichtversicherung enthalten. Beim Austausch der Schlösser werden Kunden mit einer hohen Selbstbeteiligung in Regress genommen. Hier lohnt sich ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen. Der Bund der Versicherten rät dazu, Schlüsselverluste und Schlossaustausch bis zu einer Höhe von 20.000 Euro abzusichern. Auch der Verlust von beruflichen Schlüsseln sollte mit inbegriffen sein.
  • Ausgeliehene oder gemietete Sachen müssen üblicherweise ebenfalls ausdrücklich durch eine Erweiterung mit in die Haftpflichtversicherung aufgenommen werden. Eine Ausnahme gilt lediglich für Mietsachschäden, die laut Bund der Versicherten mit einer halben Million Euro standardmäßig enthalten sein sollten.

Dazu kommen einige Leistungen, die nicht für alle Kunden relevant sind, für bestimmte Zielgruppen aber eine sehr große Bedeutung haben können. Dazu zählen unter anderem:

  • Mitversicherung von kleineren Bauvorhaben
  • Schutz als Tagesmutter von bis zu vier Kindern
  • Haftung für die Fotovoltaik-Anlage
  • Absicherung des Öltanks bis zu einem Volumen von 5.000 Litern

Haftpflichtversicherung Kosten

Die Haftpflichtversicherung ist im Vergleich zu anderen wichtigen Absicherungen ein echtes Schnäppchen. Die Verbraucherzentrale beziffert die Jahresprämie im Durchschnitt auf 60 Euro. Zu hohe Kosten können kein berechtigter Grund sein, sich nicht privat für den Fall der Fälle abzusichern.

Trotz der geringen Monatsbeiträge empfiehlt es sich, die Haftpflichtversicherungen zu vergleichen. Denn teure Beiträge garantieren nicht zwangsläufig eine sehr gute Versicherung. Oft sind hervorragend bewertete Versicherer günstiger und gleichzeitig besser. Für einen sehr guten Schutz müssen selbst Familien weniger als zehn Euro pro Monat in die Hand nehmen. Wer stattdessen „nur“ einen guten Anbieter wählt, kann sich sogar noch deutlich günstiger absichern. Und für Singles und Senioren ist die Haftpflichtversicherung ohnehin noch preiswerter.

 Beispiele für die Kosten einer Haftpflichtversicherung: 

 

Zielgruppe Kosten Anbieter, Tarif Testurteil
Familie 8 € im Monat* Interrisk, XXL Stiftung Warentest Testsieger
Familie 4 € im Monat* Schwarzwälder Direkt, Exclusiv Fair Play Stiftung Warentest: „sehr gut“
Senioren 4,33 € im Monat* Haftpflichtkasse Darmstadt, Einfach Besser Senior Ökotest: „sehr gut“
Singles 3,50 € im Monat* Gothaer, Basis Ökotest: „gut“

 

Stand: Januar 2016, Quellen: Finanztest 12/2014, Ökotest 12/2015, *runtergerechnet bei einer jährlichen Zahlweise

Eine leistungsstarke Haftpflichtversicherung ist also für jeden Bürger bezahlbar. Nichtsdestotrotz lassen sich die Kosten mit diesen 3 Spartipps für die Haftpflichtversicherung weiter senken:

  1. Partner, die in eine gemeinsame Wohnung ziehen, benötigen nur einen Vertrag. Das ist natürlich günstiger als zwei getrennte Policen. Bevor einer der beiden Verträge gekündigt wird, sollte der andere Versicherer laut Verbraucherzentrale erst bestätigen, dass der Lebenspartner mit aufgenommen werden kann.
  2. Oft lohnt es sich, alte Verträge zu kündigen. Sie sind nach Angaben von Stiftung Warentest in den meisten Fällen teurer und bieten eher schlechtere Leistungen. Ein Wechsel des Anbieters lohnt sich in der Regel, wenn die Haftpflichtversicherung schon länger als fünf Jahre besteht.
  3. Es ist sinnvoll, den Beitrag jährlich zu entrichten. Das spart gegenüber einer monatlichen oder quartalsmäßigen Zahlweise einige Prozente. Mit einer vernünftigen Planung sollte eine einmalige Zahlung von bis zu 100 Euro kein Problem darstellen.

Stiftung Warentest: Haftpflichtversicherung im Vergleich

Wer sich über Leistungen und Kosten informieren möchte, erhält Unterstützung durch die Tests von zahlreichen Fachzeitschriften. Eine der wichtigsten Prüfstellen ist die Stiftung Warentest, in deren Vergleich ein Großteil der Haftpflichtversicherungen überzeugt. Von den 235 getesteten Tarifen für die ganze Familie erreichen 111 Produkte die Bestnote. Alle Angebote sahen mindestens eine Versicherungssumme von fünf Millionen Euro vor. Aber Achtung: Die Spanne zwischen den besten und schlechtesten Angeboten ist groß, so dass Stiftung Warentest dazu rät, mehrere Tarife der Haftpflichtversicherer genau zu vergleichen.

Die Testsieger der Stiftung Warentest erreichen ein traumhaftes Qualitätsurteil von 0,7 (sehr gut). Gleich vier Tarife der Asstel, Helvetia und Interrisk werden mit dieser höchsten Auszeichnung versehen. Dabei ist der Schutz nicht einmal teuer: Jedes Angebot ist günstiger als zehn Euro im Monat – am preiswerten unter den vier besten Produkten ist die Interrisk mit einer Monatsprämie von acht Euro. Wer noch preisbewusster denkt, ist bei der Schwarzwälder Direkt an der richtigen Adresse: Das Tarif „Exclusiv Fair Play“ kostet gerade einmal vier Euro pro Monat und erhielt ebenfalls eine sehr gute Note (1,2).

Die besten Haftpflichtversicherungen für Familien laut Stiftung Warentest:

Versicherer Familien-Tarif
Asstel Komfort
Helvetia Komfort + Baustein Plus
Helvetia Komfort Vital + Baustein Plus
Interrisk XXL

Die höchste Versicherungssumme pro verletzter Person bietet die Asstel mit 50 Millionen Euro – aber auch die beiden Konkurrenten sehen mit bis zu 15 Millionen Euro einen hohen Schutz vor.

Beste Haftpflichtversicherungen laut Ökotest

Die Zeitschrift Ökotest (Dezember 2015) bestätigt das positive Gesamtbild, das Stiftung Warentest vermittelt. Das Magazin ist ansonsten dafür bekannt, nicht mit Kritik zu sparen. In diesem Fall fand die Ökotest aber kein mangelhaftes Angebot – alle Tarife halten zumindest eine sinnvolle Grundabsicherung parat.

Dennoch gibt es teilweise große Unterschiede zwischen den Versicherer. Das teuerste Angebot ist bis zu vier Mal so kostspielig wie der günstigste Tarif. Natürlich sollten Verbraucher aber nicht nur auf die Kosten ihrer Haftpflichtversicherung schauen. Ähnlich wie Stiftung Warentest rät auch Ökotest zu einer möglichst weitgehenden Absicherung. Ein sehr gutes Verhältnis aus Preisen und Leistungen bescheinigt das Magazin insbesondere der Degenia, die sich sowohl für Familien, Senioren als auch Singles in den Vordergrund rücken kann. Aber auch einige andere Versicherer erreichen ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Familien (ca. 6,50 Euro pro Monat):

Versicherer Tarif
Degenia Premium
Swiss Life Prima Plus
Prima Sorglospaket

Am günstigsten ist die Haftpflichtversicherung für Alleinstehende, die sich mit dem guten Tarif „Basis“ bei der Gothaer ab 3,50 Euro pro Monat absichern können. Ökotest bevorzugt jedoch den etwas leistungsstärkeren Tarif der Kölner Versicherungsgruppe, der gemeinsam mit anderen Tarifen eine sehr gute Note erhielt.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Singles (ca. 4 – 5 Euro pro Monat)

Versicherer Tarif
Degenia Premium
Janitos Best Selection
Gothaer Privathaftpflicht Top
Swiss Life Prima Plus
Prima Sorglospaket

Zudem stellt Ökotest die besten Angebote für Rentnerinnen und Rentner vor, wo die Haftpflichtkasse Darmstadt mit zwei Tarifen vertreten ist.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis für Senioren (4,50 bis 5 Euro pro Monat):

Versicherer Tarif
Degenia Premium 60 +
Janitos Best Selection
Haftpflichtkasse Darmstadt Einfach Besser Senior
Einfach Besser Plus Senior

n-tv kürt Haftpflichtversicherung Testsieger 2016

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im März 2016 die besten Haftpflichtversicherungen prämiert. Der Test wurde im Auftrag des Fernsehsenders n-tv durchgeführt und zeigt große Unterschiede zwischen den besten und schlechtesten Unternehmen. Insgesamt nahmen 64 Versicherer an dem Vergleich teil, in dem sowohl Leistungen als auch Kosten berücksichtigt wurden. Die Experten nahmen nicht nur Tarife für Alleinstehende, sondern auch für Singles unter die Lupe.

20 Unternehmen, also fast ein Drittel der Branche, genügten lediglich den „ausreichenden“ Anforderungen. 13 Versicherer profilieren sich mit der Note sehr gut. Sie sind nicht nur leistungsstärker, sondern oftmals auch günstiger als die schlechter bewerteten Konkurrenten. Dadurch wird einmal mehr deutlich, dass sich ein Vergleich der Haftpflichtversicherer bezahlt macht.

Zum Beispiel können die Kunden des Testsiegers Oberösterreichischen Versicherung gut 9 bis 10 Euro im Monat einsparen. Bei keinem anderen Versicherer sind die Leistungen für Singles und Familien laut der analysierenden Rating-Agentur Franke & Bornberg besser. Ebenso leistungsstark ist die zweitplatzierte GVO, die jedoch nicht ganz so günstig ist wie die Oberösterreichische Versicherung. Auf dem dritten Platz sortiert sich die Interrisk ein, die mit ihren Versicherungsbedingungen ebenfalls höchsten Ansprüchen genügt. Preiswert ist die Interrisk insbesondere für Alleinstehende.

Beste Haftpflichtversicherungen im Test 2016:

  1. Oberösterreichische Versicherung 92,5 Punkte
  2. GVO 89,9 Punkte
  3. Interrisk 89,4 Punkte
  4. Swiss Life 89,0 Punkte
  5. Hannoversche/ VHV 86,2 Punkte

Haftpflichtversicherung im Test von Franke & Bornberg

Im November 2015 hat die Rating-Agentur Franke & Bornberg erstmals die Branche der privaten Haftpflichtversicherung untersucht. Bekannt sind die Experten vor allem durch ihre fachkundigen Analysen im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch der Markt der Haftpflichtversicherer ist ihnen vertraut: Mit 383 Tarifen von 84 Unternehmen bietet der Vergleich einen guten Überblick über die Branche.

Der Haftpflichtversicherungs-Test listet sowohl empfehlenswerte Policen für Singles als auch für Familien. Für beide Versicherungsarten unterscheidet Franke & Bornberg zwischen Angeboten für den schmalen Geldbeutel und anspruchsvolleren Produkten. Bei einem ausreichenden Budget raten die Experten dazu, den Top-Schutz gegenüber den Basis-Tarifen zu bevorzugen. Die Leistungen fallen im Vergleich zum Mehrpreis eher gering aus. Zudem ist die Auswahl an hervorragenden Versicherern beim „Grundschutz“ deutlich kleiner als in den leistungsstärkeren Tarifen.

Als einziger Versicherer erhält die Gothaer für ihre private Haftpflichtversicherung in allen vier Rankingbereichen die höchste Auszeichnung „FFF“ – das entspricht einer hervorragenden Note.

Franke & Bornberg empfiehlt sowohl Alleinstehenden als auch Familien:

  • Gothaer, „Privathaftpflicht“ (Basis) und „Privathaftpflicht Top“ (Premium)

Familien können außerdem laut Franke & Bornberg mit dem Angebot der Ergo nichts falsch machen:

  • Ergo, „Privathaftpflichtversicherung“ (Basis) und „Privathaftpflichtversicherung inkl. Privatschutz Special“ (Premium)

In all diesen Produkttests fließen zwei wichtige Aspekte allerdings nicht mit ein: Zum einen bleibt offen, welche Erfahrungen Kunden mit den privaten Haftpflichtversicherern gemacht haben. Dieser Frage geht eine Studie des Kölner Analysehauses Service Value nach. Zum anderen erlauben die Vergleiche auch kein Urteil über die Schadensregulierung – als Verbraucher ist es aber wichtig zu wissen, auf welches Unternehmen im Ernstfall Verlass ist. Statistiken über Leistungsquoten gibt es nicht. Am ehesten gewährt die jährlich veröffentlichte Beschwerdestatistik der Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) einen Überblick über zuverlässige Partner.

Huk-Coburg mit höchster Kundenzufriedenheit

Die zufriedensten Kunden sind bei der Huk-Coburg* versichert – zu diesem Ergebnis kommt die Auswertung von Service Value in Kooperation mit Focus-Money. Für die Analyse werteten die Experten 2.957 Urteile von Kunden aus. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde der Test im September 2015 in der Ausgabe 38/2015 von Focus-Money.

30 Unternehmen nahmen an der Umfrage teil – mit gemischtem Erfolg. Neun Unternehmen rückten sich durch eine sehr gute Bewertung in den Vordergrund, weitere sechs Anbieter die Note gut erreichten. Doch die Hälfte der Haftpflichtversicherer ist aus Sicht der Kunden nicht besser als befriedigend zu bewerten.

Einzig der Huk-Coburg* gelang das Kunststück, ihre Kunden in allen Teilbereichen sehr gut zufrieden zu stellen – von der Beratung, Kommunikation und dem Service bis hin zur Tarifgestaltung und dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sehr gut bewertete Versicherer Note 1 in Einzelbereichen (bis zu 5 x)
Huk-Coburg* 5 x
Württembergische 4 x
Aachen Münchener 3 x
Allianz 3 x
Cosmos Direkt 3 x
Continentale 3 x
Huk24* 3 x
LVM 3 x
VHV 3 x

Bafin-Beschwerdestatistik 2014 für Haftpflicht

Ihre hohe Kundenzufriedenheit kann die Huk-Coburg* auch laut der Statistik der Bafin bestätigen. Die Aufsichtsanstalt wertet aus, wie viele Beschwerden jährlich pro Versicherer bei ihr eingehen. Pro 100.000 versicherten Risiken gibt es gerade einmal etwas mehr als eine Beschwerde, was eine sehr niedrige Quote darstellt. Insgesamt registrierte die Bafin im Jahr 2014 551 Klagen über Haftpflichtversicherer.

Von den 10 größten Versicherern überzeugt für neben der Huk-Coburg* auch die Debeka. Die Branchengröße Allianz kommt auf einen mittleren Wert. Ganz anders die HDI, die mit 62 Kunden nicht nur im Verhältnis zu den Verträgen, sondern auch absolut die meiste Kritik einstecken musste. Auch die Janitos, Basler, Concordia und Ergo fallen in der Statistik negativ auf.

Die Bafin weist jedoch darauf hin, dass die Zahlen rasch expandierende Unternehmen benachteiligen. Die Neukunden des untersuchten Jahres werden für die Vertragszahlen nicht berücksichtigt, können sich aber durchaus in einer Beschwerde bemerkbar machen. Außerdem lässt die Statistik keinen Schluss darüber zu, ob die Einwände der Kunden berechtigt sind.

Quelle: Bafin

Haftpflichtversicherung kündigen und wechseln

Wer sich bei der Haftpflichtversicherung umorientieren möchte, hat ähnlich wie bei der KFZ Versicherung ein Mal pro Jahr die Chance zu einem Wechsel. Der Altvertrag muss anders als bei der Autoversicherung jedoch mit einer längeren Frist von drei Monaten gekündigt werden – ansonsten läuft er automatisch ein weiteres Jahr weiter.

Wann die Haftpflichtversicherung gekündigt werden kann, richtet sich nach dem Beginn des Versicherungsjahres. Viele Policen beginnen nicht mit dem 1. Januar, sondern mit einem anderen Tag, an dem der Vertrag geschlossen wurde. Startete die Versicherung also etwa am 14. April, kann sie mit einem Vorlauf von drei Monaten bis zum 13. Januar gekündigt werden. An diesem Datum muss das Kündigungsschreiben dem Versicherer spätestens vorliegen. Ein Poststempel reicht hingegen nicht aus. Deshalb ist es wichtig, die Kündigung rechtzeitig auf den Weg zu bringen.

Bei Beitragserhöhungen steht Kunden einer Haftpflichtversicherung ein außerordentliches Kündigungsrecht zu. Dieses Sonderkündigungsrecht besteht auch, wenn während des Versicherungsjahres ein Schaden aufgetreten ist.

Der Versicherer kann den Vertrag nach einem regulierten Schaden ebenfalls kündigen. Wer die Haftpflichtversicherung zu oft beansprucht, geht das Risiko ein, dass das Unternehmen einen Schlussstrich zieht. Deshalb rät der Bund der Versicherten dazu, Bagatell-Schäden erst gar nicht anzuzeigen, sondern aus eigener Tasche zu begleichen. Auf diese Art und Weise gerät der existenzsicherende Schutz nicht in Gefahr.

Quellen:

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