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Lokale
Tarifinitiative für studentische Hilfskräfte an der Fachhochschule
(FH) Köln gegründet
Am Dienstag den 07.11.06
wurde an der FH Köln im Rahmen einer tarif- und personalrechtlichen
Informationsveranstaltung eine lokale Tarifinitiative für und von
studentischen Hilfskräften gegründet. Veranstalter waren der
Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der FH Köln und die bundesweite
Tarifinitiative für studentische Hilfskräfte kurz Tarifini.
Etwa eine dreiviertel Stunde lang bekamen die anwesenden studentischen
Hilfskräfte Informationen über die meist negativen Folgen ihres
tariflosen Zustandes. Anstatt eines Tarifvertrages hat die Tarifgemeinschaft
der Länder eine Richtlinie aufgestellt, nach welcher studentische
Hilfskräfte an Unis maximal 8,02- Euro und an Fachhochschulen maximal
5,58- Euro. Dazu Jan Schröder vom AStA der FH Köln und Mitglied
der GEW: Ein Prof sagte letztens in einem Interview gegenüber
der Süddeutschen, dass das weniger sei als der Verdienst einer Putz-
und Reinigungskraft. Das ist richtig! Jan weiter: Eine negative
Stimmung mussten wir unter den Anwesenden nicht erzeugen. Viele kamen
mit Fragen und berichteten selber über negative Erfahrungen mit Arbeitsverträgen,
Überweisungen und Vertragslaufzeiten. Die Bezahlung fand keiner angemessen.
Spannend fanden viele der Anwesenden, dass für viele schon jetzt
ein Tarifvertrag gilt: Der BAT, bzw. jetzt der TV-L gelten auch für
studentische Angestellte, welche nicht in Forschung und Lehre beschäftigt
sind. Das sind z.B. studentische Angestellte, die Netzwerke oder Druckereien
betreuen. Diesen Tarifvertrag und die damit verbundene bessere Entlohnung
kann man sich bis zu sechs Monaten rückwirkend einklagen die
Gewerkschaften sind gerne dabei behilflich. Auch der Blick nach Berlin
zeigte den Anwesenden, dass es anders geht. Dort wurde ein Tarifvertrag
erkämpft und es winken über 10,- Euro Entlohnung, längere
Vertragslaufzeiten und viele andere Verbesserungen. In Zukunft kommt
es jetzt darauf an mehr zu werden, Informationen zu verbreiten und handlungsfähig
zu werden!, meint Jan Schröder, Grade im Blick auf das
Hochschulfreiheitsgesetz wird es spannend. Dann wird eventuell ab
2007 an jeder Hochschule neu verhandelt.
weitere Informationen
über www.tarifini.de oder per Telephon bei Jan Schröder 01778018260.
Jan Schröder
Referat für Politische Bildung des AStA der FH Köln
Mitglied der Jungen GEW Köln
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