Tarifvertragsinitiative der studentischen Beschäftigten.

 

Kontakt:

Jan Schröder 01778018260
Referat für Politische Bildung des AStA der FH Köln

Pressekontakt Tarifini

 
 
  Presseinformation *7.11.2006*    
       
 
   
 
Stand 13. November 2006
Lokale Tarifinitiative für studentische Hilfskräfte an der Fachhochschule
(FH) Köln gegründet

Am Dienstag den 07.11.06 wurde an der FH Köln im Rahmen einer tarif- und personalrechtlichen Informationsveranstaltung eine lokale Tarifinitiative für und von studentischen Hilfskräften gegründet. Veranstalter waren der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der FH Köln und die bundesweite Tarifinitiative für studentische Hilfskräfte – kurz Tarifini. Etwa eine dreiviertel Stunde lang bekamen die anwesenden studentischen Hilfskräfte Informationen über die meist negativen Folgen ihres tariflosen Zustandes. Anstatt eines Tarifvertrages hat die Tarifgemeinschaft der Länder eine Richtlinie aufgestellt, nach welcher studentische Hilfskräfte an Unis maximal 8,02- Euro und an Fachhochschulen maximal 5,58- Euro. Dazu Jan Schröder vom AStA der FH Köln und Mitglied der GEW: „Ein Prof sagte letztens in einem Interview gegenüber der Süddeutschen, dass das weniger sei als der Verdienst einer Putz- und Reinigungskraft. Das ist richtig!“ Jan weiter: „Eine negative Stimmung mussten wir unter den Anwesenden nicht erzeugen. Viele kamen mit Fragen und berichteten selber über negative Erfahrungen mit Arbeitsverträgen, Überweisungen und Vertragslaufzeiten. Die Bezahlung fand keiner angemessen.“ Spannend fanden viele der Anwesenden, dass für viele schon jetzt ein Tarifvertrag gilt: Der BAT, bzw. jetzt der TV-L gelten auch für studentische Angestellte, welche nicht in Forschung und Lehre beschäftigt sind. Das sind z.B. studentische Angestellte, die Netzwerke oder Druckereien betreuen. Diesen Tarifvertrag und die damit verbundene bessere Entlohnung kann man sich bis zu sechs Monaten rückwirkend einklagen – die Gewerkschaften sind gerne dabei behilflich. Auch der Blick nach Berlin zeigte den Anwesenden, dass es anders geht. Dort wurde ein Tarifvertrag erkämpft und es winken über 10,- Euro Entlohnung, längere Vertragslaufzeiten und viele andere Verbesserungen. „In Zukunft kommt es jetzt darauf an mehr zu werden, Informationen zu verbreiten und handlungsfähig zu werden!“, meint Jan Schröder, „Grade im Blick auf das Hochschulfreiheitsgesetz wird es spannend.“ Dann wird eventuell ab 2007 an jeder Hochschule neu verhandelt.

weitere Informationen über www.tarifini.de oder per Telephon bei Jan Schröder 01778018260.

Jan Schröder
Referat für Politische Bildung des AStA der FH Köln
Mitglied der Jungen GEW Köln