Tarifvertragsinitiative der studentischen Beschäftigten.

 

Ergebnis Tarifrunde 2009 zugunsten der Studentischen Beschäftigten

30. Januar 2009
Aktionstag an der TU-Braunschweig

Neue TdL-Richtlinie übder die Bezahlung von studentischen Hilfskräften bundesweit 6/2008

Landesastenkonferenz NRW beschließt Forderungspapier für die Beschäftigung von studentischen Beschäftigten 3/2008

Neue Vergütungsrichtlinie Kunsthochschule Kassel
Mehr Lohn! 4/2008

Neue Richtlinie-Ost für studentische Beschäftigte an Ost-Hochschulen ab dem 1.5.2008

Neue Richtlinie-NRW für studentische Beschäftigte in NRW ab 1.4.2008

Neue Studie zur Lage der studentischen Beschäftigten an den Berliner Hochschulen
Oktober 2007

Anfragen an den Thüringer Landtag zur Situation der stud. Beschäftigten in Thüringen sowie der Frag nach einer möglichen tariflichen Absicherung März 2007

News: Neues WissZeitgesetz gilt auch für studentsiche Beschäftigte März 2007

News: November 2006 Abschluss Tarifvertrag der Länder ebenfalls ohne studentische Beschäftigten

Tarifinfo
November 2006

Broschüre Argumente für eine tarifliche Absicherung von studentsischen Beschäftigten [pdf]



Impressum

 
 
 
 
Nächstes Treffen der Tarifini findet am 15. März 2009 statt
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Stand 24. Mai 2009

Eine tarifliche Absicherung für studentische Beschäftigte jetzt!

Ein Job an der eigenen Uni – ohne langen Arbeitsweg, in bekannter Umgebung und mit der Möglichkeit, erste Erfahrungen im Wissenschaftsbetrieb zu sammeln – wer würde da schon nein sagen?

Leben von Luft und Wissenschaft?
Das Angebot klingt verlockend, doch schon bei näherer Betrachtung der meist auf wenige Wochen oder Monate befristeten Arbeitsverträge für studentische Beschäftigte schrumpft die Begeisterung: Kein Wort von Urlaub, Weihnachtsgeld oder Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Häufig, so berichten die Kollegen, werden sie bei Krankheit aufgefordert, ihren Dienst zu tauschen und die versäumte Zeit nachzuarbeiten. Selbst der gesetzliche Mindesturlaub muss mühsam erkämpft werden. Der Stundenlohn stagniert in Hamburg seit acht Jahren bei 8,02 €, an Fachhochschulen in den neuen Bundesländern verdienen die studentischen Beschäftigten noch nicht einmal 5 € in der Stunde.

80 % der Hamburger Studis sind auch Arbeitnehmer - 30 % davon an den Hochschulen - Da sich Studis aber gerade an den Hochschulen kaum als Arbeitnehmer begreifen, stellen sie ihre Arbeitsbedingungen und Vergütung selten in Frage. Auch sind für studentische Beschäftigte die Vorgesetzten nicht selten gleichzeitig die eigenen Lehrer und Prüfer. Daraus entsteht eine besondere Abhängigkeit, die Kritik an Arbeitsan-forderungen und –bedingungen häufig verhindert. Dabei arbeiten auch Studis nicht aus reiner Liebe zur Wissenschaft: Nach der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (2003) sind über zwei Drittel der jobbenden Studis auf den Zuverdienst unbedingt angewiesen. Eine vernünftige soziale Absicherung studentischer Beschäftigter würde demnach nicht zuletzt dazu beitragen, soziale Barrieren beim Hochschulzugang abzubauen.

 

Arbeitnehmerrechte durchsetzen!
Papier ist geduldig – daher setzen wir uns nicht nur für einen Tarifvertrag ein, sondern wollen einen Personalrat studentischer Beschäftigter, der Studis berät, ihre Interessen vertritt und ihre Rechte auch tatsächlich durchsetzt. Derzeit ist die Vertretung studentischer Beschäftigter durch die örtlichen Personalräte in Hamburg gesetzlich ausgeschlossen. Nicht zuletzt deshalb werden viele schon vorhandene Rechte – wie beispielsweise Urlaub und Weihnachtsgeld – häufig nicht wahrgenommen. Einige der sogenannten studentischen Hilfskräfte haben theoretisch sogar schon heute ein Recht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag nach Bundesangestelltentarif (BAT) bzw. Tarifertrag im öffentlichen Dienst (TVöD).

Druck machen!
Eins ist klar: Ohne deutlichen Druck der Studierenden auf breiter Basis werden wir derzeit weder einen Tarifvertrag noch eine Personalvertretung durchsetzen können. Doch das Beispiel Berlin zeigt: Beides ist möglich. Um mindestens die Berliner Standards bundesweit durchzusetzen, hat sich ein bundesweites Bündnis aus Gewerkschaftsmitgliedern, studentischen Beschäftigten und anderen hochschulpolitisch Aktiven zusammengetan.